Tinder – echt jetzt?

Vor zwei Tagen erzählte mir eine Freundin von einem bevorstehenden Date mit einem netten Typen. Auf meine Frage wo sie sich kennengelernt haben kam die schockierende Antwort: TINDER! Ich war perplex. Dachte ich doch immer Tinder sei ausschließlich eine *PIEP*-App (wie ich sie so schön getauft habe) und die Freundin von mir passt so gar nicht in mein Bild der Tindernutzerin. Sie entkräftete meine Verwunderung mit den Worten, dass sie ja schon so lange Kontakt hätten und er echt nett wäre und vielleicht etwas Ernstes daraus entstehen könnte. Meine Verwirrung wurde nur noch größer. Bedeutet es dann, dass man heutzutage um Liebe zu finden den Tinder-Weg gehen muss? Ich hoffe doch nicht, denn sonst werde ich einsam und allein als Katzenlady sterben. Sträubt sich doch alles in mir, gegen die Vorstellung in einer *PIEP*-App nach der Liebe suchen zu müssen. Nie und nimmer werde ich diese App jemals nutzen!

Noch mehr als die Vorstellung bei Tinder die Liebe suchen zu müssen nervt mich das Allgegenwärtig sein von Tinder. Vor einem Jahr wusste ich noch nicht einmal was das ist. Ein Freund, der ein paar Jahre älter ist als ich, erklärte mir sehr verwundert darüber, dass ich es nicht Kenne den Nutzen von Tinder. Und meine Abscheu war geboren! Viel zu oft höre ich von Freunden, dass sie Tinder nutzen. Freunde,  die perfekt zu der App passen aber auch Freunde, die so gar nicht in dieses Bild passen. Egal wie sehr ich quetsche und drücke. Es will einfach nicht so richtig passen. Wieso machen sie es dann? Eine Frage, die ich der Freundin mit dem hoffnungsvollen Tinder-Date bald stellen werde.

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